Seeschüttung Urner See

Seeschüttung Urner See l Foto: Laurence Bonvin, Genf
Seeschüttung Urner See l Foto: Laurence Bonvin, Genf

Tunnels bauen, heisst Material ausbrechen. Beim Gotthard-Basistunnel der NEAT sind dies allein rund 4.8 Mio. Tonnen im Teilabschnitt Amsteg. Beim Tunnel der Umfahrung Flüelen der Nationalstrasse A4 sind es weitere rund 0.9 Mio. Tonnen. Wohin mit dem viel Platz beanspruchenden Material? Planer und Experten schlugen vor, die Reussmündung wieder in ein Delta umzugestalten und den zerstörten Lebensraum mit dem überschüssigen Ausbruchmaterial wiederherzustellen. Mitberücksichtigt sind dabei Aspekte des Naturschutzes und der Erholung sowie die Interessen von Landwirtschaft und Kiesabbau. Aus total rund 3.3 Mio Tonnen Ausbruch- bzw. Schüttmaterial entstanden sechs neue Kiesinseln. Der Transport des Materials erfolgte per Bahn, Schiff und über Förderbänder. Das Gebiet ist zu einem beliebten Aufenthaltsort der Bevölkerung und Wanderer geworden.

Video zum Projekt

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Projektdaten

Urner See (UR, SZ)
Auftraggeber:
Justizdirektion Uri / Amt für Umweltschutz Uri

Team

Projektverantwortung:
Regierungsrat des Kantons Uri
Projektleitung:
Eduard Schilter, Amt für Umweltschutz Uri, Altorf
Projektverfasser:
Felix Rutz, ILU, Uster
Projektverfasser:
Cornelius Koot, Projekta AG, Altdorf
Landschaftsentwicklungsplan:
Ottomar Lang, Uster und Arnold und Co., Flüelen
Bauherrenunterstützung:
Hans Paul Gemperli, Ernst Basler + Partner AG, Zürich
Umwelt:
Dorrit Marti, Ernst Basler + Partner AG, Zürich
ÖBB:
Peter Gisler, Bigler AG, Altorf
Fischerei:
Heinz Marrer, BGF, Solothurn
Ornithologie:
Hans Schmid, Vogelwarte Sempach
Botanik:
Barbara Leuthold, Berg & Natur, Illnau
Gewässerökologie:
Klemens Niederberger, Aquaplus, Zug
Wasserbau:
Martin Jäggi, Ebmatingen
Wellendynamik:
Andreas Huber, Greifensee
Geotechnik:
Pierre A. Mayor, ETH IGT, Zürich
Lieferanten Material:
Alp Transit Gotthard AG, Luzern; Amt für Tiefbau Uri, Altdorf