Planen und Bauen in Deutschland, Modul 1B - VgV-Verhandlungsverfahren erfolgreich abschließen

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Datum 07.12.2020
Zeit 13.00 - 18.00 Uhr
Ort Zürich
Veranstalter Logosia-form in Zusammenarbeit mit Sektion International
Kategorie Kurs
Veranstaltungssprache Deutsch
Kurscode PBD03-20D

Immer mehr Architektur- und Ingenieurbüros wagen den Blick über die Grenzen ins nahe europäische Ausland. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Planen und Bauen in Deutschland.

 

Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen für die Acquisition von öffentlichen Aufträgen in Deutschland und für deren Umsetzung in den vergangenen drei Jahren stark verändert. Die SIA Sektion International hat hierzu eine Serie von aufeinander aufbauenden Weiterbildungsangeboten entwickelt. Ziel der Kursreihe ist, Büros fit zu machen.

 

  • sich erfolgreich um Planungsaufträge in Deutschland zu bewerben und
  • für die darauffolgenden Schritte eines auskömmlichen Vertragsabschlusses und
  • für die spezifischen Herausforderungen in der Umsetzung öffentlicher Projekte in Deutschland gewappnet zu sein.


 
Das Doppelmodul 1 fokussiert auf die Beteiligung von Architektur- und Ingenieurbüros an Vergabeverfahren für öffentliche Aufträge, die aufgrund ihres Auftragswerts europaweit ausgeschrieben werden. Hierfür gilt seit Mitte 2016 eine neue Vergabeverordnung, die VgV. Seit Ende 2018 sind öffentliche Auftraggeber zudem verpflichtet, entsprechende Vergabeverfahren über elektronische Vergabeportale abzuwickeln. Die Vergabe der Planungsleistungen kann, aber muss nicht zwingend über einen Planungswettbewerb durchgeführt werden. Auch hierfür gibt es, vergleichbar der SIA-Ordnung 142, ein Regelwerk: die RPW 2013.



Nachdem Teilmodul 1 A sich auf die Bewerbung für öffentliche Aufträge konzentriert, beleuchtet Teilmodul 1 B den Fall, dass der Bewerber oder die Bietergemeinschaft zum Verhandlungs- und Vergabegespräch ausgewählt und eingeladen wird, beispielsweise als Preisträger eines Planungswettbewerbs oder nach einem Bewerberauswahlverfahren. Das Kursmodul erläutert typische Abläufe und Inhalte dieser sogenannten VgV-Verhandlungsphase, einschließlich Tipps und Tricks für die Teilnahme und die Vorbereitung von Verhandlungsgesprächen mit dem Auftraggeber.



Die Teilnehmer lernen praxisnah, ihre Rechte und Ziele im Verhandlungsverfahren bestmöglich zu verfolgen und durchzusetzen. Auch die Möglichkeiten der Einflussnahme im Verfahren auf den Auftragsgegenstand und die vertraglichen Vorgaben werden erläutert und anhand von anschaulichen Beispielen geübt.


Themenschwerpunkte

  • Wie läuft eine VgV-Verhandlungsphase ab?
  • Was ist das Ziel des Auftraggebers in einem VgV-Verhandlungsverfahren?
  • Welche Leistungen werden in der VgV-Verhandlungsphase gefordert?
  • Welche Bedeutung haben „Zuschlagskriterien“?
  • Wie vermittle ich die besonderer Kompetenzen in der VgV-Verhandlungsphase?
  • Worüber wird in der sogenannten Verhandlungsphase verhandelt bzw. nicht verhandelt?
  • Wie kann ich meine Ziele als Bieter bestmöglich erreichen?


Die Veranstaltung beinhaltet neben Kurselementen auch Praxisübungen und Erfahrungsaustausch in Kleingruppen.

Kursziel

  • Grundverständnis für den Ablauf eines VgV-Verhandlungsverfahrens, der Verhandlungsphase und der Verhandlungsgespräche
  • Kenntnisse der Terminologie der VgV
  • Tipps und Tricks für die Vorbereitung von Verhandlungsgesprächen
  • Grundverständnis für den Rechtsschutz des Bieters im VgV-Verfahren


Zielgruppe

  • Architektur- und Ingenieurbüros, die sich in Deutschland auf Aufträge bewerben
  • Planerinnen und Planer von Büros mit Niederlassungen in Deutschland
  • Wettbewerbsbetreuer
Referent(en)
  • Dr. Jens Biemann, AHP Anwaltskanzlei HAAK + PARTNER, Wilhelmshofallee 140a, D-47800 Krefeld

In Zusammenarbeit mit

  • Simon Hubacher, neubighubacher, Bismarckstraße 60, D-50672 Köln, Vorstand SIA Sektion International
Kosten
  • Firmenmitglieder SIA, Sektion International CHF 300.-
  • SIA Mitglieder CHF 400.-
  • Nichtmitglieder CHF 600.-
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