01.03.2024 | sia online | Kommunikation SIA

SIA begrüsst heutigen Entscheid des Bundesrats

Der Bundesrat hat heute die Kulturbotschaft 2025–2028 verabschiedet. Diese schlägt dem Parlament eine gesetzliche Verankerung der Baukultur vor. Für den Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA) ist dies eine wichtige und richtige Entscheidung, denn drängende Herausforderungen wie der Klimawandel oder die Wohnungsknappheit sind nur mit einem ganzheitlichen Verständnis von Baukultur zu lösen.

Mit seinem Vorschlag, die hohe Baukultur über die Kulturbotschaft 2025–2028 in Art. 17b und 17c des Natur- und Heimatschutzgesetzes aufzunehmen, unterbreitet der Bundesrat dem Parlament ein anerkanntes Instrumentarium für die Umsetzung wichtiger politischer Ziele, namentlich die Erreichung von Klimazielen und die Bekämpfung der Wohnungsknappheit. Damit anerkennt der Bundesrat Baukultur als Dimension der ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Nachhaltigkeit und trägt zur Bewältigung des Klimawandels, zum Schutz der Biodiversität und zur Förderung erneuerbarer Energien bei.

Wer Baukultur stärkt, übernimmt Verantwortung
Die Zukunft der Baukultur liegt in der Kreislaufwirtschaft. Um das Netto-Null-Ziel zu erreichen und die globale Klimaerwärmung zu begrenzen, sind eine neue Kultur des Pflegens und Umbauens, Grenzwerte für die Lebenszyklus-Treibhausgasemissionen von Bauwerken sowie mehr Suffizienz nötig. Es ist zu begrüssen, dass der Entwurf der Kulturbotschaft diese Herausforderungen adressiert. Zugleich braucht es eine Innovationskultur bezüglich der Prozesse, Materialien und Technologien – sie muss gefördert werden.

Die gesetzliche Verankerung der Baukultur betrifft konkret die Vorbildfunktion des Bunds bei seinen eigenen Bauten und weiteren raumwirksamen Tätigkeiten. Dass der Bundesrat nun aber deutlich weniger Geld für die Kultur ausgeben möchte als noch in der Vorlage vorgesehen, läuft seiner Vorbildfunktion zuwider. Es ist notwendig, dass mindestens ein angemessener Ausgleich der effektiven Teuerung stattfindet.

Die Baukultur trägt entscheidend zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele bei, zu denen sich die Schweiz auch international verpflichtet hat. Deshalb braucht es eine gesetzliche Verankerung. Mit einem ganzheitlichen Verständnis von Baukultur kann der nachhaltigen Gestaltung des Lebensraums genügend Nachdruck verliehen werden. Der SIA wird die parlamentarischen Beratungen der Vorlage deshalb eng begleiten und sich beständig für die gesetzliche Verankerung von Baukultur einsetzen.

Weitere Stimmen zu einer gesetzlichen Verankerung der Baukultur finden sich hier: https://baukulturschweiz.ch/de/dialog/.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Carola Etter-Gick, Mediensprecherin
Tel.: 079 287 16 42, E-Mail: carola.etter(at)sia.ch

Claudia Schwalfenberg, Leiterin Kernthemen
Tel.: 044 283 15 94, E-Mail: claudia.schwalfenberg(at)sia.ch

Twitter: @sia_schweiz
www.sia.ch/medien