Aktualität

Berufsbild Bauingenieurin/Bauingenieur

Bauingenieurinnen und Bauingenieure wirken in einem immer komplexeren Umfeld. Steigende Anforderungen an die gebaute Umwelt stellen die Bauingenieurinnen und -ingenieure vor neue Herausforderungen. Diese Veränderungen wirken sich auf das Berufsbild aus. Eine Arbeitsgruppe des Berufsgruppenrats Ingenieurbau des SIA hat sich deshalb der Überarbeitung des Berufsbildes angenommen.

In einem mehrjährigen Prozess wurde das nun vorliegende Berufsbild erarbeitet. Es beschreibt in kompakter Form Tätigkeitsbereiche, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten, Aus- und Weiterbildung und insbesondere die Verantwortung der Bauingenieurinnen und Bauingenieure innerhalb ihres Berufs. Das Berufsbild soll so den Bauingenieurberuf als Ganzes beschreiben, das Selbstbild der Bauingenieurinnen und Bauingenieure stärken und den Beruf in der Aussenwirkung greifbar machen. Gleichzeitig soll es auch als Anregung dienen, das eigene Berufsbild regelmässig zu hinterfragen und der dynamischen und komplexen Umwelt agil anzupassen, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden.


SIA-Mitgliedschaft bei European Young Engineers (EYE)

Der SIA ist neu Mitglied der non-Profit Organisation European Young Engineers (EYE). Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, junge Ingenieurinnen und Ingenieur unterschiedlichster Berufsgruppen europaweit zu vernetzen. Somit erhalten auch SIA-Mitglieder Zugang zum Netzwerk. Für den SIA und insbesondere seine jüngeren Mitglieder – Studentenmitglieder und junge Berufstätige – bietet eine Mitgliedschaft beim EYE zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung.

Da es sich um ein Netzwerk für Ingenieurinnen und Ingenieure handelt, und die BGI die grösste Ingenieurberufsgruppe im SIA ist, hat die SIA-Geschäftsstelle zusammen mit SIA International und dem BGI-Präsidenten entschieden, dass die BGI den Lead haben wird. Jeannine Keller-Nielsen, BGI-Verantwortliche in der SIA-Geschäftsstelle, wird die Koordination zwischen den Berufsgruppen Umwelt (BGU) und Technik (BGT), die Nationalkomitees FEANI / WFEO und die Sektion International führen.


«Schweizer Ingenieurbaukunst – L’art des ingénieurs suisses – Opere di ingegneria svizzera – 2020/2021»

Band vier des Buchs «Schweizer Ingenieurbaukunst» ist auf gutem Wege. Auch dieses Jahr soll eine vielfältige Sammlung an herausragenden Bauwerken, die Schweizer Ingenieurbüros in den letzten zwei Jahren realisiert haben, erscheinen. Im Oktober 2022 ist es soweit. Bis dahin steht noch Arbeit an – auch die finale Auswahl der Projekte. Die erste Tranche liegt bereits vor. Es sind spannende, vorbildliche, exemplarische und mutige Projekte!

Im Zentrum der neuesten Ausgabe steht weiterhin die Praxis. Das überragende Thema in diesem Band ist die Nachhaltigkeit am Bau, konkretisiert anhand der Sustainable Development Goals SDG der Vereinten Nationen, die auch in der offiziellen Agenda 2030 der Schweiz berücksichtigt sind. Wir fokussieren mit den Projektschrieben also auf jene Ziele, zu denen Baufachleute aus den verschiedenen Ingenieurwissenschaften direkt beitragen können. Ergänzend publizieren wir Beiträge aus Sicht von ausgewählten Autoren und Autorinnen aus der Baubranche. Dafür konnten wir sechs Personen gewinnen, die ihre Ansichten in kurzen und prägnanten Statements schildern. Sie beantworten Leitfragen, die die Relevanz der Sustainable Development Goals für die nachhaltige Entwicklung der Schweiz aufdecken: Welche Bedeutung und welchen Stellenwert hat dieses Ziel für die tägliche Arbeit der Ingenieure und Auftraggeber? Was hat sich verändert durch das Bekenntnis der Schweiz zu diesem Ziel in der Arbeit der Ingenieure verändern und was wird sich noch verändern? Wir erhalten einen Einblick, welche konkreten Projekte in den Ingenieurbüros zielführend umgesetzt werden. Man darf also auch auf den vierten Band des Buchs zur «Schweizer Ingenieurbaukunst» gespannt sein.