Kurzarbeitsentschädigung

 

Die ausgefallene Arbeitszeit zum Treffen vorbeugender Massnahmen umfasst auch ausgefallene Arbeitsstunden zur Reorganisation von Prozessen (z. B. Einrichten von Homeoffice) und Arbeitsunterbrechungen aufgrund von Kinderbetreuung oder von Unterstützung gefährdeter Angehörigen in Isolation. Können diese drei Beispiele zum Arbeitsausfall dazugerechnet werden?
Nur die Ausfallstunden berechtigen zur Kurzarbeitsentschädigung (KAE). Die für die Reorganisation der Arbeitsprozesse aufgewendeten Stunden und Arbeitsunterbrechungen können nicht abgerechnet werden. Für die Betreuung von Kindern unter 12 Jahren übernimmt der Arbeitgeber die Lohnzahlung für Arbeitsausfälle von bis zu drei Tagen. Bei längeren Ausfällen können die Arbeitnehmenden eine Erwerbsausfallsentschädigung bei der Ausgleichskasse beantragen (Unterschrift des Arbeitgebers erforderlich). Die Entschädigung wird dem Arbeitgeber ausbezahlt. Das Recht auf Entschädigung ist während der Schulferien aufgehoben.

Gilt das Minimum von 10 % für den Arbeitsausfall pro Mitarbeitenden? Heisst das, dass nur die Ausfallstunden derjenigen Mitarbeitenden angerechnet werden dürfen, deren Ausfallzeit über 10 % beträgt und dass für Arbeitnehmende, deren Ausfall nur 5 % beträgt, keine Ausfallstunden geltend gemacht werden können?
Nein, das Minimum von 10 % gilt für den gesamten Betrieb und nicht für einzelne Mitarbeitende. Die im Abrechnungsformular angegebenen Stunden beziehen sich auf den gesamten Betrieb oder eine Betriebsabteilung. Deshalb können sämtliche Ausfallstunden angerechnet werden (Summe wirtschaftlich bedingter Ausfallstunden im Formular-Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung (KAE).

Welche Kriterien sind für den Status von Führungsverantwortlichen bestimmend? Gehört dazu die Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsrats bzw. der Geschäftsleitung oder der Besitz eines bestimmten Aktienanteils? Was bedeutet das für Führungsverantwortliche, die nur im Teilzeitpensum in einer leitenden Funktion und zusätzlich auch als Arbeitnehmende im Betrieb tätig sind?
Diese Kategorien sind alle KAE-berechtigt, wobei für einen Beschäftigungsgrad von 100 % eine Obergrenze von 4150 Franken gilt. Die Arbeitszeit muss zwingend erfasst werden; ein einfaches Excel-Sheet genügt dafür.