Bocconi Universität Mailand Grafton Architects © Gaia Vittoria Marturano

Bocconi Universität Mailand Grafton Architects © Gaia Vittoria Marturano

Baukultur und die Stadt

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Datum 10.11.2021
Zeit 09:00
Ort Zürich
Veranstalter Stiftung Baukultur Schweiz
Kategorie Studientag/Kongress
Veranstaltungsthema Baukultur
Veranstaltungssprache Deutsch

ETH Zürich, Werner Siemens Auditorium, Gebäude HIT, Wolfgang-Pauli-Stasse 27, 8093 Zürich

 

Anmeldung erforderlich: Registration (eventsair.com)

 

Die erste Jahrestagung der Stiftung Baukultur Schweiz, veranstaltet in Zusammenarbeit mit Prof. Tom Avermaete, ETH Zürich, beschäftigt sich mit der wechselseitigen Beziehung zwischen Baukultur und der Stadt, verstanden als soziales wie auch architektonisches Milieu. Die Tagung geht der Frage nach, wie Städte die Baukultur beeinflussen, indem sie Geschichtslagen akkumulieren, Expertentum und Handwerk vereinen und Entwurfsstrategien antreiben. Zugleich wird der Frage nachgegangen, wie Baukultur die Lebensqualität in der Stadt steigert, indem sie hochwertigen Lebensraum, charaktervolle und nachhaltige Orte schafft.

 

Nach einem einführenden Teil wird die Tagung in zwei Themenblöcke mit verschiedenen Referaten gegliedert, die alle aus unterschiedlicher Perspektive die Wechselwirkung von urbanen Strukturen und Baukultur beleuchten. Die Jahrestagung findet im Werner Siemens Auditorium, Gebäude HIT,  auf dem Campus Hönggerberg der ETH statt. Es wird in englischer und deutscher Sprache vorgetragen sowie von Deutsch ins Englische übersetzt werden.

 

09:00 - 09:30: Eröffnungsrede und Einführung

 

09:30 – 10:30: Vortrag: „Baukultur und die Stadt: Eine historische Perspektive”
Stadt und Baukultur stehen seit jeher in einer intensiven Wechselbeziehung. Städte haben die Entwicklung einer spezifischen Baukultur gefördert, indem sie z. B. wichtige öffentliche Aufträge initiiert haben, indem sie die Bedingungen für die Begegnung zwischen Architekten und Künstlern geschaffen haben oder indem sie Diskurse und Debatten gefördert haben. Baukultur hat auch zur Identität von Städten beigetragen, indem sie ihnen ein bestimmtes Aussehen, eine bestimmte Atmosphäre und einen bestimmten Charakter verliehen hat. In diesem ersten Vortrag wird das komplexe Verhältnis von Baukultur und Stadt aus historischer Perspektive beleuchtet. Diese bietet einen Horizont, in welchem die Themen der beiden Sitzungsblöcke verortbar werden.

 

10:30  13:00: Themenblock 1: „Baukultur und die Produktion der Stadt”
Eine wertige Baukultur ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die immer wieder neu definiert und gestaltet werden muss. Bauprozesse sind zu einem großen Teil geregelt und festgelegt. Ein wichtiger Hebel für das Gelingen einer Baukultur kann in qualitativen Planungs- und Gestaltungsprozessen verortet werden, welche Expertentum und Erfahrung verschiedener Akteure und Nutzer miteinbezieht. Der erste Themenblock thematisiert solche Prozesse und beleuchtet dabei die Rollen der beiden Akteure „Baumeister“ und „Baukollegium“.

 

13:00 – 14.00: Mittagessen

 

14:00 – 15.00: Vortrag: „Die Pflege der Kultur“
Für Grafton Architects ist die architektonische Tätigkeit eine kulturgeschichtliche Tätigkeit, welche gleichzeitig nach Kontinuität und Erneuerung strebt. Architektur bringt Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges zusammen und ordnet dieses auf nicht lineare Weise neu. Baukultur und damit architektonische Kultur bedürfen dabei wie ein Garten der steten und sorgsamen Pflege.

 

15.30 – 18.00: Themenblock 2: „Baukultur und die Transformation der Stadt”
Städte setzen sich aus zahlreichen historischen Schichten zusammen. Eine qualitative Baukultur scheint in der Anerkennung, Wertschätzung und Erhaltung dieser Schichten verankert zu sein und diese gleichzeitig mit künftigen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Belangen zu konfrontieren. In welchem Verhältnis stehen qualifizierte handwerkliche Techniken, nachhaltige Baumaterialien, flexible Gebäude und eine langlebige Baukultur? Der zweite Themenblock konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Baukultur und Stadttransformation.

 

18.00: Abschliessende Bemerkungen und Verabschiedung

Referent(en)

Eröffnungsrede und Einführung
Enrico Slongo, Präsident Stiftung Baukultur Schweiz
Tom Avermaete, Gastgeber ETHZ

 

Vortrag: „Baukultur und die Stadt: Eine historische Perspektive”
Vittorio Lampugnani
, ETHZ/Baukontor Architekten

 

Themenblock 1: „Baukultur und die Produktion der Stadt”
Marianne Burkhalter
, Burkhalter Sumi Architekten Zürich
Werner Binotto
, ehem. Kantonsbaumeister St.Gallen
Marcel Smets
, KU Leuven/ehem. Baumeister von Flandern
Katrin Gügler
, Direktorin Amt für Städtebau Zürich

 

Vortrag: „Die Pflege der Kultur“
Yvonne Farrell
 und Shelley McNamara, USI/Grafton Architects Dublin

 

Abschliessende Bemerkungen und Verabschiedung
Enrico Slongo, Präsident Stiftung Baukultur Schweiz
Dieter Dietz, EPFL

 

 

 

Kosten

CHF 100.00

Kontaktperson info@stiftung-baukultur-schweiz.ch
Webseite www.stiftung-baukultur-schweiz.ch
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