Eawag Forum Chriesbach

Località Dübendorf
Cantone Zürich

Ditta

Bob Gysin + Partner AG
Categoria Bildung und Forschung
Committente Eawag
Realizzazione (data o spazio temporale) 2004-2006
Mandati di pianificazione Generalplaner
Sito web www.forumchriesbach.eawag.ch

Projektbeschrieb

Das Forum Chriesbach, das neue Hauptgebäude des Wasserforschungs-Instituts Eawag in Dübendorf, setzt neue Massstäbe in der nachhaltigen Entwicklung im Bauwesen. Vorgaben der Bauherrschaft, die an die Grenzen des heute Machbaren stossen, ein innovatives architektonisches und technisches Konzept, kompetente Planungs- und Ausführungsprojektleitungen sowie erfahrenes Handwerk machten es möglich, dieses vorbildliche Forschungs- und Verwaltungsgebäude zu realisieren.

Nachhaltigkeit ist im Forum Chriesbach kein abstrakter Begriff, sondern wird von den Mitarbeitenden, Studierenden und Gästen gelebt und erlebt. Die getroffenen Massnahmen dienen dabei nicht nur als Demonstrationsobjekte, sondern werden auch als Objekte der Forschung genutzt. Nach dem Grundsatz «lieber Energie einsparen als aufwändig erzeugen» wurden primär Massnahmen verfolgt,die den Gesamt-Energiebedarf tief halten – in der Erstellung wie auch im Betrieb. Architektonischer Ausdruck, innenräumliche Vielfalt, betriebliche Anforderungen, technische Konzepte, Arbeitsplatzqualitäten und Umgebungsgestaltung bilden dabei ein ausgeklügeltes Ganzes, das mehr ist als die Summe seiner Einzelteile.

Zu den herausragenden Einzelmerkmalen des Forum Chriesbach gehören die Fassade mit den blauen Glaslamellen, welche die Sonnenstrahlung im Sommer abschirmt und im Winter durchlässt, die optimierte Gebäudehülle, welche in Kombination mit dem Lüftungssystem und der Nachtauskühlung eine Heizung und aktive Kühlung überflüssig macht, die Photovoltaikanlage, die einen Drittel des Strombedarfs erzeugt, das Atrium mit Glasdach zur Belichtung und Nachtauskühlung, das extensiv begrünte Dach zur Rückhaltung und Sammlung von Regenwasser sowie die regenwassergespülten NoMix Toiletten zur separaten Sammlung von Urin. Die Materialwahl erfolgte unter Berücksichtigung von grauer Energie, Ergonomie und Umweltverträglichkeit.