Baukultur

Baukultur ist in der Kulturpolitik angekommen. Die Kulturbotschaft 2016-20 sieht erstmals Massnahmen vor, um zeitgenössische Baukultur zu fördern und das übergeordnete Politikfeld Baukultur zu etablieren. Konkret ist die Erarbeitung einer interdepartementalen Strategie für Baukultur vorgesehen. Die Federführung hat das Bundesamt für Kultur.

Erste Eckwerte der Bundesstrategie sind für 2017 geplant. Sie sollen unter anderem „generelle Ziele des Bundes für die Stärkung der Baukultur in der Schweiz“ umfassen, ausserdem „einen periodisch zu erneuernden Aktionsplan mit konkreten Massnahmen der einzelnen Bundessstellen“. Parallel zur Erarbeitung der Bundesstrategie wird es bereits erste Sensibilisierungsmassnahmen für Baukultur geben wie Testplanungen oder die Förderung des Wettbewerbswesens. Die Kulturbotschaft 2016-20 ist ein wichtiger Schritt, mit dem die Schweiz nationale wie internationale Erwartungen einlöst.

Damit zeitgenössische Baukultur endlich gleichzieht mit dem baukulturellen Erbe, hat der SIA im März 2010 den Runden Tisch Baukultur Schweiz lanciert. Gemeinsames Anliegen ist ein nachhaltig gestalteter Lebensraum von hoher Qualität.

Wesentliche Ziele sind:

• die systematische Vernetzung der verschiedenen Akteure im Bereich Baukultur sowie ihr Zusammenwirken bei der Gestaltung und Nutzung des Lebensraums

• die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für historische und zeitgenössische Baukultur

• die Verankerung von Baukultur als ganzheitliches, ressortübergreifendes Anliegen auf Bundesebene

• die Teilhabe am europäischen Diskurs zur Baukultur.

Der Runde Tisch Baukultur Schweiz hat im November 2010 eine gemeinsame Stellungnahme zur Kulturbotschaft des Bundes abgegeben, im Juni 2011 ein Manifest zur Baukultur veröffentlicht, sowie im April 2017 das Positionspapier „Baukultur als Kulturdisziplin“.

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