Residenz Eichgut Winterthur

Ort Winterthur
Kanton Zürich

Firma

Ruedi Lattmann
Kategorie Fürsorge und Gesundheit
Auftraggeber Hülfsgesellschaft Winterthur
Realisierung (Datum oder Zeitraum) 2003-2005
Planerleistungen Gesamte Architekturleistung
Webseite www.lattmann.net

Projektbeschrieb

Als Ergänzung eines bestehenden Seniorenzentrums mit Alters- und Pflegezimmern werden 34 Alterswohnungen erstellt.

Das neue, 6 1/2-stöckige Gebäudevolumen wird als eigenständiger Baukörper in die NO-Ecke des Grundstückes gesetzt. Dieser übernimmt die Geometrie der Eichgutstrasse und damit die quartierübliche Idee der Blockrand-Bebauung. Dem Hochhaus mit seiner eigenen Geometrie bleibt damit die Ausnahmestellung erhalten. Der vom Alters- und Pflegeheim unabhängige Eingang befindet sich an der Ecke Eichgut-/ Wülflingerstrasse.
Entlang der Wülflingerstrasse sind die Nebenräume mit einem Abstand zueinander angeordnet, so dass der Erschliessungsgang über Sitznischen regelmässig belichtet werden kann. Die Gangerweiterung in der NO-Ecke dient als Etagentreffpunkt, von wo der Blick Richtung Osten eine optische Verbindung zur Stadt schafft. Die Wohnungen öffnen sich über Loggien mit grossflächigen Fenstern gegen den Park und gegen die Sonne. Durch die abwechslungsreiche Architektur entsteht ein hohes Mass an Individualität. Die Fassaden sind klar gegliedert und gut proportioniert. Je nach Ausrichtung und dahinterliegender Nutzung erhalten sie einen entsprechenden Ausdruck. Die Residenz ist organisatorisch und räumlich bewusst getrennt vom Alters- und Pflegeheim. Erdgeschossig ist die Residenz über einen Verbindungsgang mit dem Alters- und Pflegeheim verbunden. Im Untergeschoss befinden sich die Personalgarderoben an guter Lage mit kurzen Wegen zum Altbau. Das gesamte Gebäude und die Umgebung sind rollstuhlgängig konzipiert. Die Nebenräume befinden sich in genügender Anzahl auf allen Etagen. Der Gemeinschaftsraum ist gut auffindbar beim Haupteingang angeordnet. Die Besucherparkplätze an der Eichgutstrasse bleiben in unmittelbarer Nähe des neuen Eingangs zur Residenz bestehen. Trotz einer klaren Grundstruktur werden verschiedene Wohnungen angeboten. Die Küchen erhalten entweder über den belichteten Gang oder direkt von aussen natürliches Licht. Die Wohnungen erreicht man über individuelle Eingangsnischen. Die Aufteilung des Grundrisses ist funktional und übersichtlich. Eingebaute Möbel ergeben viel Stauraum. Schiebe- bzw. Drehtüren ermöglichen neben dem offenen Grundriss auch die Trennung der Wohnräume. Die Einheiten lassen sich sehr verschieden möblieren. Über mögliche Durchbrüche in den tragenden Schottenwänden können die einzelnen Wohneinheiten miteinander verbunden werden. Dadurch kann der Wohnungsmix nachträglich verändert werden. Grosse Spannweiten zwischen den tragenden Schotten ergeben auch langfristige Entwicklungsmöglichkeiten für das Gebäude und erhöhen damit die Nachhaltigkeit der Investition. Die Balkone sind als Loggien ausgebildet. Dadurch bieten sie Wetterschutz und schaffen ein gutes Mass an Privatheit. Zudem ermöglichen Sie zwei Blickrichtungen aus dem Wohnzimmer. Bei laufendem Betrieb wurde in einer separaten Bauphase der Speisesaal umgebaut und erweitert.