Clubhaus Golfclub Unterengstringen

Strasse In den Schanzen
Ort 8951 Fahrweid
Kanton Zürich

Firma

Landis Architektur AG
Kategorie Kultur, Freizeit, Sport und Erholung
Auftraggeber Golfclub Unterengstringen AG
Realisierung (Datum oder Zeitraum) 2005
Planerleistungen
Webseite www.landis-arch.ch

Projektbeschrieb

Projektinformation
Mitten im Limmattal befindet sich der 5'690 Meter lange 9-Loch-Meisterschaftsplatz Unterengstringen (Par 70) an verkehrstechnisch guter Lage in unmittelbarer Nähe von Erholungsgebieten wie Kloster Fahr, dem Gubrist, dem Hardwald und der Limmat. Das milde Klima an der Limmat erlaubt das Bespielen des Platzes während 11 Monaten.
Durch Rekonstruktion alter Flussarme und Bachläufe der Limmat wurden nicht nur für den Golfspieler attraktive Wasserhindernisse gewonnen, sondern auch Lebensräume für auentypische Tierarten und Pflanzen geschaffen (Golf- und Landschaftsprojekt: Jean Dardelet, 8132 Egg).

Entwicklung/Geschichte
Im Frühling 1995 wurde unser Clubhausprojekt, auf Einladung der Golfplatz Unterengstringen AG, für die Weiterbearbeitung ausgewählt und war ab Herbst 1995 Teil eines aufwändigen Bewilligungsverfahrens (UVP, Gestaltungsplan, Revitalisierung von Wasserläufen in Zusammenarbeit mit dem Amt für Gewässerschutz und Wasserbau sowie Koordination mit diversen Umweltverbänden). Im Sommer 2001, nach mehrjährigen Rechtsstreitigkeiten erfolgte der Spatenstich für den Golfplatz und in einer erstern Hochbau-Etappe wurde die Driving-Range erstellt.
In der Zwischenzeit hatten sich die Nutzungsbedürfnisse der Bauherrin stark verändert und ein neues Projekt innerhalb des Gestaltungsplans wurde ausgearbeitet. Der Baubeginn des Clubhauses war im Frühling 2005 und die Eröffnung erfolgte am 5. November 2005.

Architektur
Folgender Kontext bestimmt die Situierung und Volumetrie des Clubhauses:
- der ehemalige Standort einer grossen Scheune (volumetrische Analogie)
- ein angrenzendes bestehendes Wohnhaus
- die stark befahrene Überlandstrasse und der Bedarf an Parkplätzen

Die Grundidee ist ein langer, hölzerner Baukörper, welche die neu gestaltete Topographie (Lärmschutzwall) entlang der Strasse aufnimmt und so vom Golfplatz aus auch als Sicht- und Lärmschutz fungiert. Entsprechend schlicht ist die Fassade zur Strasse gestaltet, welche in der Kombination mit dem Quergiebel einen klar markierten und repräsentativen Eingang entstehen lässt.
Im Gegensatz dazu ist die gegenüberliegende Fassadenseite für einen optimalen Lichteinfall weitgehend verglast. Zusammen mit den beiden Gebäudeflügeln, welche im Grundriss trapezförmig an die Haupthalle angrenzen, wird die Sicht auf den Golfplatz ins Zentrum gesetzt und aussenräumlich eine präzise Anknüpfung zur gestalteten Umgebung (Putting Green) erreicht.
Die stützenfreie Eingangshalle unter dem Kreuzgiebel (Raumhöhe bis 6 m) ist der zentrale Bereich für Empfang und diverse Anlässe. Diese Halle ist mit raumhohen Glasschiebetüren zu Nachbarsräumen getrennt und kann je nach Nutzung erweitert werden.
Die Einheit des Gebäudes wird durch die Durchführung eines einzigen Themas für die äussere Verkleidung unterstrichen: Holz rot lasiert, in Form einer Horizontalschalung mit schattenbildenden Fugen. Die Farbe Rot, als (Stopp-) Signal an der schnell befahrenen Strasse, steht konsequent als Kontrast zur neu gebauten grünen Umwelt (Lärmschutzwälle).

Raumprogramm
Die stützenfreie Eingangshalle unter dem Kreuzgiebel (Raumhöhe bis 6 m) ist der zentrale Bereich für den Empfang und diverse Anlässe. Je nach gewünschter Nutzung lässt sich diese Halle um die benachbarten Räume erweitern oder von diesen mit raumhohen Glasschiebetüren abtrennen. Der 220 m2 grossen Eingangshalle sind die multifunktionellen Bereiche angegliedert: westlich angrenzend der Empfang mit ProShop, das Sekretariat, Management und Sitzungszimmer, östlich angrenzend das Restaurant (kann mit Eingangshalle kombiniert werden) mit Küche und WC-Anlagen. Im östlichen Flügel befinden sich Garderoben, die 330 m2 grosse Caddy-Halle (mit Zwischengeschoss: 265 m2), Werkstatt und Greenkeeper-Räumlichkeiten. Insgesamt steht eine Nutzfläche von ca. 1760 m2 zur Verfügung. Hinzu kommen noch die 260 m2 des Werkhofs, der als separates Gebäude östlich des Clubhauses platziert wurde.

Konstruktion und Materialisierung
Die rasche Bauabwicklung ergab sich aus der Verwendung vorgefertigter Elemente für den Wand- und Deckenbereich: - Aussenwände in Ständerkonstruktion, 140 mm wärmegedämmt, Winddichtung und OSB, innen. Gegen aussen: bituminierte Weichfaserplatte und Hinterlüftung, horizontal mit Fugen angeschlagene Aussenschalung (Fichte, 20 mm x 160 mm, gehobelt) mit Farblasur. - Innenwände in Ständerkonstruktion, gedämmt und beidseitig mit OSB-Platten verkleidet. Im Bereich Sanitäranlagen entsprechende Unterkonstruktion.
In Feucht- und Nasszonen: Beplankung mit zementgebundenen Spanplatten.
Estrich und Galerieböden: Konventionelle Balkenlage, aufgelegt auf BSH-Unterzügen, Decklage und Untersicht mit Dreischichtplatten.
Dachkonstruktion (Eingangshalle): Tragwerk aus BSH-Bindern und BSH-Pfosten, Pfetten und Schwellen.
Satteldächer: Deckenverkleidung (OSB), Lattenrost, Dampfbremse, Wärmedämmung (160 mm), Sparrenlage (QS: 120 mm x 160 mm), bituminierte Weichfaserplatte, Unterdach und Konterlattung, Ziegellattung mit Ton-Flachfalzziegel.

Wärmeerzeugung
Installiert wurde als Komplettaussensystem eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Warmwasseraufbereitung für die Duschen in den Garderoben sowie für die gesamte Wärmeversorgung (Heizung und Lüftungsmonoblöcke). In der Eingangshalle ist der Monobloc mit Wärmerückgewinnung für ein Zu- bzw. Abluftvolumen von 1500 m3/h ausgelegt; in Küche und Restaurant liegt der Vergleichswert bei 3800 bis 4000 m3/h.




Informations concernant le projet
La place pour les compétitions Unterengstringen se situe au milieu de la vallée de la Limmat. Ses dimensions sont de 5'690m par 70m muni de 9 trous. ElIe est aisément accessible dans un site favorable de villégiature avoisinant l'abbaye de Fahr et la Limmat.
Par le rétablissement d'anciens cours d'eau et de ruisseaux de la Limmat, il a été possible non seulement de créer des obstacles aquatiques pour les joueurs du golf mais également d'offrir des espaces vitaux pour la faune et la végétation propre à la prairie. (Projet du golf et paysager : Jean Dardelet, 8132 Elgg)

Evolution et historique
Notre projet a été choisi au printemps 1995 à la suite d'une invitation du Golfclub Unterengstringen AG pour être affiné. Dès l'automne 1995, il fit partie d'une procédure onéreuse pour la demande des autorisations.
Entre-temps les besoins du maître de l'ouvrage ont fortement évolués et un nouveau projet dans le cadre du plan d'aménagement a été élaboré. Les travaux de construction du foyer ont débutés au printemps 2005, et l'ouverture a eu lieu le 5 novembre 2005.

Le parti architectural
L'idée de base est une longue bâtisse en bois qui reprend la nouvelle topographie de la protection anti-bruit le long de la route, elle sert de protection phonique et visuelle pour la place du golf. Raison pour laquelle la façade côté rue est d'apparence sobre, ce qui permet de créer une entrée représentative et bien définie surmontée d'un pignon transversal. Par antagonisme la façade opposée est fortement vitrée afin de capter de manière optimale la lumière du jour. Les deux ailes en forme de trapèze mettent en évidence la vue sur la place du golf, créant un lien précis avec l'environnement réaménagé.
L'unité de l'édifice est soulignée par le choix d'un thème unique pour le revêtement des façades extérieures, bois teinté d'une lasure rouge sur des panneaux horizontaux avec un joint d'ombre. La couleur rouge sert de signal stop sur la route fréquentée par un trafic à grande vitesse ; elle forme un contraste cohérent avec la verdure du nouvel environnement.

Programme de l'aménagement intérieur.
Le hall d'entrée sous le pignon est dépourvu de tout support et sa hauteur optimale est de 6m. C'est le lieu central pour l'accueil et diverses manifestations. Selon les besoins, il est possible d'agrandir le hall en intégrant les locaux annexes ou de les fermer par des portes vitrées occupant toute la hauteur. Des secteurs d'utilisation diverses sont rattachés au hall qui compte une surface de 220m2 : à l'ouest se situe la réception avec un Pro Shop, le secrétariat, le management et la salle de conférence, à l'est en contigu se trouvent le restaurant avec possibilité d'extension sur le hall, la cuisine et les locaux sanitaires. Dans l'aile est se situent les garde-robes le hall Caddy d'une surface de 330m2 (avec un étage intermédiaire de 265m2), un atelier et des locaux greenkeeper . Au total, la surface utile disponible est de 1'760m2. En plus il faut ajouter un centre d'entretien placé dans un édifice indépendant de 260m2 implanté à l'est du foyer.