City Lounge

Strasse Seestrasse
Ort 8038 Zürich-Wollishofen
Kanton Zürich

Firma

Nüesch & Partner AG
Kategorie Wohnen
Auftraggeber Generalica AG
Realisierung (Datum oder Zeitraum) 2004-2007
Webseite www.nuesch-arch.ch/sites/index...
Projektinfo City Lounge.pdf

Projektbeschrieb

Architektonisches Grundkonzept

Das teilweise als Ensemble in Erscheinung tretende Hauptgebäude, weist in den Vollgeschossen intakte statische und strukturelle Merkmale auf, welche eine Umnutzung in Loftwohnungen prädestiniert. Im Wesentlichen sprechen die Geschosshöhen von 3.25 m sowie die einfachen Tragstrukturen und hohen Flächentraglasten von 1'000 kg/m2, für ein solches Konzept. Eine Symbiose von Alt und Neu ist der Grundgedanke der Projektidee. Aus alten intakten Strukturen, wachsen neue Volumen. Das Zweien neuer Formen in die bestehende Substanz, lässt Chancen erahnen und neues Leben wiedererblühen. 

 

Architektonische Formensprache

Der östliche Neubaukomplex gliedert sich in der gleichen Geschossigkeit, bzw. Geschosshöhe wie die bestehende Substanz. Die „Nahtstelle“ zwischen Alt und Neu, wird im Norden durch die Zäsur der Vertikalerschliessung erreicht. Auf der südlichen Fassadenseite ist das Neubauvolumen gegenüber des Altbaus um ca. 4.00 m vorgesetzt. Eine Differenzierung zwischen Alt und Neu wird zudem in der Horizontalgliederung der Neubausubstanz erreicht. So wächst das Neubauvolumen nicht nur seitlich hoch, sondern übergreift den Altbau mit einem neuen Vollgeschoss. Das bestehende Sockelgeschoss der Altbausubstanz wird auf der Südseite vollständig geöffnet. So werden die bereits vorhandenen Wohnflächen (Abwartwohnung) mit der Gartenanlage verschmolzen. Es entsteht so eine Integration von introvertiertem grossstädtischem Gartenraum zu einer Gartenwohnung mit neuzeitlichem und fernöstlichem Ambiente. Aussenflächen werden zu Aussenraum. Innenraum zu Raumzonen.

Der Projektverfasser verzichtet auf das zulässige Dachgeschossvolumen auf dem Altbau zugunsten parkähnlichen Dachlandschaften und der bewussten Niedrighaltung des Gesamtvolumens. Das neue Ensemble soll eine elegante und neue Erscheinung verkörpern, mit dem gebührenden Respekt zur alten Substanz. Feingliedrige bestehende Messingfenster, Verputzstrukturen und Kunststeingewände bilden Zeitzeugen alter und gesunder Bausubstanz.

Architektonische Materialisierung

Die geschlossenen Fassadenelemente sind in Leichtbauweise konstruiert. Eine vertikale Holzlamellenstruktur mit vorvergrauten Zedernhölzer, wechselt sich in harmonischer Reihenfolge mit den Transparentelementen ab. Die Geschossigkeit wird mit den horizontalen Deckenstirnen in eingefärbtem Sichtbeton dargestellt. Diese Struktur unterstreicht eine lange, niedrige Bauweise.