22.11.2017 | sia online | Severin Knecht

Workshop für Architekturstudierende: Zielgruppengerechte Präsentationen

Der Fachverein der Architekturstudierenden an der ETH Zürich Architektura und der SIA führten zum dritten Mal in Kooperation einen Präsentationsworkshop durch. Ziel war es, sich darin zu üben, die Präsentation an ein klar definiertes Publikum zu richten.

Im Studium wie auch im Berufsalltag des Architekten wird häufig viel Zeit in die Ausarbeitung eines Projekts gesteckt. Für die sorgfältige Vorbereitung der Präsentation bleibt meist wenig Zeit. Doch ein gutes Projekt möchte vermittelt werden. Auf welche Punkte dabei besonders geachtet werden sollte, konnten die ETH-Studierenden am Präsentationsworkshop mit Michael Oefner, der bereits zum dritten Mal durchgeführt wurde, erlernen.

Der Workshop wurde im Rahmen der Kooperation des SIA und der Architektura, dem Fachverein der Architekturstudierenden an der ETH Zürich, organisiert. Vierzehn Studierende konnten am vierstündigen Anlass an einem Samstagmorgen Mitte November teilnehmen.

Wir wurden in die Grundlagen der Präsentationstechnik eingeweiht, für deren Vermittlung Michael Oefner ein Modell eines schnittigen Sportwagens mitbrachte. Anschliessend waren bereits wir an der Reihe. Jeder erhielt einen Abschnitt aus Oefners Buch «In 20 Schritten zum Redeprofi», bekam kurz Zeit, einen Vortrag dazu vorzubereiten und präsentierte diesen anschliessend vor der ganzen Gruppe.

Einerseits war es eine ideale Gelegenheit, mehr Übung im Präsentieren zu erhalten. Anderseits wurden die Mitstudierenden geschult und konnten gleichzeitig darüber reflektieren, was der Vortragende besonders gut oder vielleicht noch nicht so gut machte. Im Anschluss an jede Präsentation gab es ein sehr konstruktives Feedback von Michael Oefner, in der er auf die Stärken und Schwächen der Teilnehmer hinwies.

Im zweiten Teil mussten wir in zwei Gruppen eine Präsentation über eine Playmobil-Burg bzw. ein Playmobil-Chalet als Projektentwurf für den Sechseläutenplatz und als fiktive Jury Stadt Zürich und Zürich Tourismus vorbereiten. Hier lag die anfängliche Schwierigkeit, überhaupt die Vorzüge des Projekts für die Jury, welche jeweils durch die andere Gruppe verkörpert wurde, zu erkennen. Denn Ziel war es, die Präsentation auf die Zielgruppe Jury auszurichten. Wir bedienten uns schliesslich allerlei Klischees und die Präsentationen gestalteten sich überaus witzig.

Zum Schluss verteilte Michael Oefner jedem eine Karte mit dem inspirierenden Zitat vom britischen Schauspieler und Humanisten Peter Ustinov: «Der Schlüssel zu einer guten Rede lautet: Man braucht einen genialen Anfang, einen genialen Schluss und möglichst wenig dazwischen.»

Dem SIA und Michael Oefner sei an dieser Stelle von den Teilnehmenden herzlich gedankt, dass sie diesen Anlass ermöglicht haben.


Severin Knecht, stud. MSc ETH Integrated Building Systems, Beisitzer und Studentenvertreter im Vorstand der SIA Sektion Zürich