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Flyer zum Kurs

Faires und begründetes Mehrforderungsmanagement (Ein 3-tägiges praxisorientiertes Seminar)

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Datum 01. - 22.03.2019
Zeit 09:00-17:00
Ort Bau und Wissen, Wildegg
Veranstalter Bau und Wissen
Kategorie Kurs
Veranstaltungsthema Recht
Veranstaltungssprache Deutsch

Inhalt
Jedes Bauprojekt ist ein Unikat und jeder Planungs- und Bauprozess
hat einen gewissen Grad an Unsicherheiten. So treten bei fast jedem Bauprojekt Abweichungen bei der Leistungserstellung auf. Daher müssen Bauherr und Unternehmer wissen, wie sie auf solche Abweichungen reagieren müssen, um ihre berechtigten Leistungen und Entlöhnung zu sichern und zu erhalten.


Seminarziele
Das Seminar geht auf diese Unsicherheiten in den Ausführungsphasen
ein und besteht aus zwei Teilen. Im juristischen Teil werden die Grundlagen gelegt, wie faire Planungs- und Bauverträge hinsichtlich einer fairen Risikoübertragung abgeschlossen werden sollten. Ferner werden die  juristischen Grundlagen des Werkvertrags hinsichtlich Pflichten der  Parteien erläutert. Dabei stehen besonders die Abweichungen vom vereinbarten Werkvertrag während der Ausführung im Vordergrund. Es wird auf die juristischen Aspekte von Qualitäts- und Terminabweichungen sowie auf unzureichende Mitwirkung und auf Bestellungsänderungen  eingegangen. Dabei steht im Vordergrund, wie sich der Bauherr und  Unternehmer den ihnen zustehenden vertraglichen Anspruch sichern. Im baubetriebswirtschaftlichen Teil wird auf die baubetrieblichen Änderungen und Störungen des vereinbarten Bau-Solls mit Bau-Inhalt und Bau- Umständen eingegangen. Denn es gibt fast kein Bauprojekt, das nicht Änderungen und Störungen während der Ausführung erfährt. In diesem  baubetriebswirtschaftlichen Teil wird aufgezeigt wie Nachträge festgestellt
und dokumentiert werden und wie die entsprechenden Nachweise zu gestalten sind. Der Unternehmer hat die Beweispflicht gegenüber dem Bauherrn. Daher müssen Bauherr und Unternehmer diese Anforderungen kennen.

Gründe für dieses Seminar
Es liegt in der Hand des Bauherrn, indem er Architekten und Ingenieure
mit hoher Projektmanagementkompetenz wählt, die den Planungs- und Bauprozess zielorientiert führen und gestalten. Es liegt bei den Vertretern des Bauherrn, ob Mehrforderungen im Bauprojekt entstehen oder nicht. Durch ein zielorientiertes, juristisches und baubetriebswirtschaftliches
Projektmanagement können Mehrforderungen weitgehend verhindert  werden. Die Praxis zeigt jedoch, dass infolge eines ungenügenden Projekt- und Anforderungsmanagements des Planers und aufgrund einer   unzureichenden Planungstiefe in der Ausschreibung,   Bestellungsänderungen während des Bauprozesses entstehen. Während der Ausführung des Roh- und Ausbaus kommt es auf den Baustellen oft zu Störungen der Arbeitsabläufe der Unternehmer durch  Planlieferungsverzögerungen, Planungsfehler, Behinderungen und  Verzögerungen durch Vorgängerunternehmer, Unterbrechungen durch Bestellungsänderungen etc. Zudem erwartet der Bauherr trotzdem, dass sein Projekt zum «vereinbarten » Termin fertig wird, dann müssen  Unternehmer Beschleunigungsmassnahmen durchführen. Diese führen zu Minderleistungen durch gegenseitige Behinderungen in der Ausbauphase und zu Überlastung der Mitarbeiter durch Überzeit. All diese Einwirkungen
konnten die Unternehmer in der Kalkulation d.h. im Angebot und Werkvertrag nicht berücksichtigen. Somit entstehen dem Unternehmer
Mehrkosten, die durch den Bauherrn verursacht werden.

Referent(en)

Prof. Dr. Gerhard Girmscheid,
Professor (em.) für Bauprozess- und Bauunternehmensmanagement,
ETH Zürich
Hans Stoller, dipl. Architekt ETH/SIA, lic. iur.
Baurecht und Baumanagement, Lenzburg

Kosten

CHF 1‘785.– inkl. MWST. Neben einem umfangreichen Skript
erhalten die Teilnehmer Vorschläge für Formblätter, um ihre praktische
Arbeit zu systematisieren.

Webseite www.bauundwissen.ch/de/Angebot/Baurecht-Submi...
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