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News



04.01.2010

Letzte Direktionssitzung 2009


An ihrer letzten Sitzung 2009 beschäftigte sich die Direktion mit den wichtigen Zukunftsaufgaben Baukultur und Energie im Bau sowie mit der Ausrichtung der SIA-Zeitschriften TEC21, Tracés und Archi und den neusten Wahlen in die Kommissionen.

Für die letzte Direktionssitzung des Jahres 2009 hat der aus der SIA-Direktion zurücktretende Peter Rapp nach Basel eingeladen, mit anschliessender Besichtigung des Campus Novartis. In seiner Begrüssung dankt Präsident Daniel Kündig Rapp für die Einladung nach Basel und vor allem für sein langjähriges Engagement für den SIA.

Wichtige Termine 2010

Die Direktion verabschiedet den Sitzungsplan für das kommende Jahr und setzt die Termine für die zwei Präsidentenkonferenzen (Freitag, 5. Februar 2010, und 24./25. Oktober 2010) und die beiden Delegiertenversammlungen (Samstag, 24. April 2010, und Freitag, 12. November 2010) fest. Vom 12. bis zum 16. Januar 2010 findet die Swissbau in Basel statt ? ein attraktiver Treffpunkt für Planer zu Jahresbeginn.

Energie im Bau

Gemäss SIA Energieleitbild Bau wird langfris­tig eine Primärenergiedauerleistung von 2000 Watt pro Kopf und die Emission von maximal einer Tonne CO2-Äquivalente pro Kopf und Jahr angestrebt. Im Sommer 2009 hat die Direktion beschlossen, einen Strategie-Ausschuss unter der Leitung von Peter Richner einzusetzen. Dieser sollte die Haltung des SIA bezüglich der Frage Energie im Bau klären und festigen. Ausgangspunkt jeder energetischen Beurteilung von Gebäuden ist die netto gelieferte Energie pro Energieträger. Sie ist die Grundlage für die Berechnung von aggregierten Beurteilungsgrössen, wie Treibhausgasemissionen, Primärenergie, Energie gewichtet mit nationalen Energiegewichtungsfaktoren, Kosten usw. Der Strategieausschuss kam mehrheitlich zum Schluss, dass die "netto gelieferte Energie" als von der Bauherrschaft akzeptierte und sofort ablesbare Messgrösse die Grundlage bilden muss. Eine Minderheit vertrat den Ansatz einer Darstellung mittels Faktoren beaufschlagter Primärenergie. Dieser Ansatz findet bisher in allen Normen des SIA Verwendung und hat sich weitgehend unter Fachleuten etabliert. In der Diskussion überzeugte sich die Direktion davon, dass für die Kommunikation mit Laien und damit auch für die Ausbildungsoffensive der Initiative Energieeffizienz IEE der Ansatz mit der "netto gelieferten Energie" pro Energieträger der Richtige ist. Diese Angabe soll in jeder Tabelle zuvorderst aufgefüht werden und für alle weitergehenden Diskussionen die Grundlage bilden (z.B. CO2-Faktoren, Primärenergiefaktoren, Minergie, nationale Gewichtungsfaktoren, EU-Vorgaben, Kosten).

Nach diesem Grundsatzentscheid wurden weitere Arbeiten in Auftrag gegeben:
- Bildung einer ständigen SIA-Fachkommission Energie mit einem Pflichtenheft
- Einbindung der Initiative Energieeffizienz IEE
- Überprüfung des Normenwerks
- Erstellung eines Kommunikationskonzeptes und dessen Kommunikation nach aussen

Runder Tisch Baukultur

Präsident Daniel Kündig erläutert die Idee eines "Runden Tisches Baukultur Schweiz". Viele europäische Länder haben die öffentliche Diskussion über den gestalteten Lebensraum in den letzten Jahren neu belebt. Der SIA mit seiner langen Tradition interdisziplinärer Zusammenarbeit und ganzheitlicher Betrachtung kann für sich in Anspruch nehmen, Baukultur schon immer gelebt zu haben. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern gibt es in der Schweiz aber bisher keine übergreifende Initiative zur Stärkung der Baukultur. Um das Gespräch über Baukultur neu zu beleben und dabei die Meinungsführerschaft zu übernehmen, erachtet es die Direktion als sinnvoll, dass der SIA in einem ersten Schritt die wichtigsten Akteure zu einem "Runden Tisch Baukultur Schweiz" einlädt. Zum ersten Mal soll dieser im März dieses Jahres stattfinden. Parallel dazu soll eine Veranstaltungsreihe zu einzelnen Schwerpunktthemen entwickelt werden. Zentral für die SIA-Direktion ist überdies, dass der Begriff Baukultur um die kulturhistorische Dimension erweitert wird: Baukultur bezeichnet die physische Manifestation gesellschaftlicher Übereinkünfte. Zudem sollen alle Landesteile und Kulturen der Schweiz eingebunden werden, wie auch Vertretungen der Berufsgruppen des SIA.

Wahlen in Kommissionen

Die Direktion stimmt folgenden Wahlen in Kommissionen zu:
SIA 232 Geneigte Dächer und bekleidete Aussenwände:
Kurt Baumgartner, Hanspeter Fäh, Paul Gisler, Pierre Jelovcan, Karl Menti, Urs Spuler, Bernard Trächsler, Rudolf Unold, Christoph Weder
SIA 121 Verrechnung der Teuerung mit dem Objekt-Index-Verfahren OIV:
Markus Wüst
SIA 263 Stahlbau:
Ann Schumacher, Alexandre Fauchère, Michel Thomann
SIA 215 Mineralische Bindemittel:
Frank Winnefeld
SIA 103 Honorare der Ingenieure:
Otto Noger
Kommission Frau und SIA:
Maria del Pilar Canamero Delachaux

Besprechung mit der Verlags AG

Im Anschluss an die letzte Sitzung der Direktion fand traditionell die Besprechung mit der Verlags AG statt. Mit den drei Zeitschriften TEC21, Tracés und Archi verfügt der SIA ab 2010 über ein Publikationsgefäss in allen drei Sprachregionen. Diese Ausgangslage ist eine grosse Chance für den SIA, seine Stellungnahmen und Positionen landesweit zu publizieren und damit deren Wirkung zu stärken und damit auch die Bedeutung des SIA als Interessenvertreter der Planer und Planerinnen. Vor diesem Hintergrund wünscht die Direktion eine noch intensivere Zusammenarbeit in der Heftplanung bezüglich strategischer Themen, die eine öffentliche Diskussion brauchen. Ein wichtiges Anliegen ist es auch, vermehrt Fragen der Mitglieder aufzunehmen und die Publikation von Fachwissen zu intensivieren. Vorrangig ist aber die Aufrechterhaltung der heute sehr hohen Qualität und der redaktionellen Unabhängigkeit der Zeitschriften. Die Direktion dankt der Verlags AG und der Redaktion für die hervorragende Leistung und die hohe Qualität der Publikationen.

Hans-Georg Bächtold, Generalsekretär SIA