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News



17.03.2008

CO2-Reduktion durch Sanierung


Die Reduktion der CO2-Emissionen im Bausektor gehört zum Schwerpunktgeschäft des SIA. Erstellung, Instandhaltung und Betrieb von Gebäuden verschlingen heute rund die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs der Schweiz. Ingenieure und Architekten und damit der SIA müssen sich daher der Verantwortung stellen und die Botschaft zum effizienten Umgang mit Energie überbringen.

Der SIA wurde eingeladen, zum Vernehmlassungsentwurf einer parlamentarischen Initiative der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) Stellung zu beziehen. Die Initianten wollen auf Basis der CO2-Gesetzgebung zusätzliche Anreize für gezielte Massnahmen im Bereich Gebäudesanierung und damit der energetischen Verbesserung der Gebäudehülle schaffen.

Teilzweckbindung von Abgaben

Die Initiative verlangt konkret, dass ein Drittel der CO2-Abgaben auf Brennstoffen durch eine Teilzweckbindung für die Sanierung von Wohn- und Dienstleistungsgebäuden und die Förderung von energetisch hochwertigen Gebäuden bereitgestellt werden. Bisher sieht das CO2-Gesetz eine reine Lenkungsabgabe vor, deren Ertrag vollständig an die Bevölkerung und die Wirtschaft zurückverteilt wird. Mit der Teilzweckbindung, die die parlamentarische Initiative fordert, soll die Bereitstellung von bis zu 200 Millionen Franken pro Jahr die Sanierung von Wohn- und Dienstleistungsgebäuden ermöglichen. Somit wird für die Hauseigentümer ein Anreiz geboten, die energetische Situation der Gebäude zu verbessern, was zur notwendigen Reduktion von CO2-Emissionen beiträgt. Der Entscheid, ob und welche Massnahmen zur Verbesserung des Energieverbrauchs eines Gebäudes getroffen werden, liegt letztlich bei den Eigentümern. Nach Ansicht des SIA fehlen aber für gezielte und umfassende Investitionen zur Verbesserung der energetischen Situation der Gebäude häufig die nötigen Anreize. Die Teilzweckbindung hätte somit sehr positive Auswirkungen auf das Sanierungsverhalten der Eigentümer und auf das Ziel, die CO2-Emissionen im Gebäude zu vermindern. Deshalb unterstützt der SIA den Vorentwurf der Urek vollumfänglich.